Es gibt eine Fülle von Anbietern, die mit den unterschiedlichsten Onlinemarktplatz-Modellen werben, um Städten und Händlern den Online-Handel näher zu bringen. Zugegeben – wir sind auch einer davon. Haben Sie sich auch schon gefragt, was denn eigentlich die Unterschiede sind zwischen all diesen Angeboten und Lösungen?

Wirrwarr der Definitionen – wir lösen auf!

Lokaler Online-Marktplatz

Lokale Online-Marktplätze bündeln Angebote aus einer Stadt oder einer Region mit der Möglichkeit, Produkte direkt über die Plattform zu erwerben. Es gibt unterschiedliche Konzepte. Viele Marktplätze bieten den Kunden beispielsweise die Möglichkeit, die gekauften Waren direkt beim Händler abzuholen. Lokale Online-Marktplätze haben einen hohen Identifikationsfaktor, weil sie als Gemeinschaftsprojekte gelten. Der Lösung wird vertraut, da es einen großen Wiedererkennungswert gibt und der Kunde nicht anonym kauft, sondern bei seinem Händler um die Ecke.

Vertikale Online-Marktplätze

Vertikale Online-Marktplätze haben sich auf den Vertrieb einer Warengruppe, z. B. Heimelektronik spezialisiert. In den sogenannten Verbundgruppen werden Einkaufs-, Logistik-, Marketing- oder IT-Lösungen gebündelt bzw. für alle teilnehmenden Händler zentral bereitgestellt. Vorteil: Kommunikation, Content und Service sind auf die Bedürfnisse der jeweiligen Zielgruppe abgestimmt. Diese vertikalen (in die Breite gehenden) Ansätze werden nicht von Städten oder Kommunen betrieben. Im Vordergrund stehen die Mitglieder der Verbundgruppen und nicht der stationäre Einzelhandel. Problematisch ist hierbei, dass die stationären Partner nicht individuell sichtbar sind, sondern Teil eines zentralisierten Online-Modells der Verbundgruppe.

Ansätze von Amazon, eBay und Co.

Auch internationale Anbieter wie z. B. eBay mit „eBay Deine Stadt“ bieten stationären Händlern Möglichkeiten, um online zu verkaufen. Teilnehmer gewinnen hier hauptsächlich durch die Präsenz an Reichweite. Allerdings wird nicht jeder lokale Händler grundsätzlich auf Amazon oder eBay erfolgreich sein. Durch die hohe Anzahl internationaler Billig-Anbieter stehen lokale Händler unter einem großen Preis- und Konkurrenzdruck. So stehen den Vorteilen der großen Reichweite und der geringen Einstiegshürden auch hohe Kosten gegenüber. Auf diesen Plattformen wird eher ein kurzfristiger Profit angestrebt und weniger der Aufbau einer nachhaltigen Stammkundschaft.

Händlerverzeichnisse

Hier geht es um einfache Online-Verzeichnisse, in denen die lokalen Händler einer Stadt oder einer Region erfasst sind. Die Idee eines solchen Händlerverzeichnisses ist es, den regionalen Zusammenhalt zu fördern. Zudem sind diese Einträge häufig kostenlos oder sehr kostengünstig. Vor allem Händler ohne eigene Webseite haben so eine Chance auf Sichtbarkeit im Internet. Aufgrund der fehlenden Shop-Funktion ergibt sich nur ein geringer Nutzen für Händler und Kunden.

Online-Schaufenster

Online-Schaufenster zeigen Händlerprofile einer bestimmten Stadt oder Region an (ähnlich wie Händlerverzeichnisse). Auch Verlinkungen zu Händlerwebseiten oder Online-Shops sind möglich. Die Idee dahinter ist, dass Händler ihr Sortiment online zeigen können, damit Kunden inspiriert werden und sich über das lokale Angebot informieren. Anschließend kauft der Kunde das gewünschte Produkt im stationären Handel vor Ort. Teilweise wird auch eine Reservierungsfunktion angeboten. Die Sortimentsdarstellung bringt hohe Aufwände für die teilnehmenden Händler mit sich; die Warenlisten und Sortimentsaktualisierungen müssen fortlaufend manuell angepasst werden. Ohne Shop-Funktion mit integriertem Bezahlprozess fehlt bei einem Schaufenster der Mehrwert für Konsumenten, die daran gewöhnt sind, einen Artikel direkt kaufen zu können, wenn online das Bedürfnis danach geweckt wird.

Linklisten

Auch im lokalen Umfeld können relevante Links aufgebaut werden, z. B. über lokale Blogs, Verzeichnisse, Organisationen oder die Wirtschaftsförderung. Über diese Linklisten können Händler ihren eigenen Online-Shop oder das stationäre Geschäft bewerben. Doch wie bei Verzeichnissen und Online-Schaufenstern fehlt es an einer Onlineshop-Funktion, die echten Nutzen für Händler und Kunden bringt.

White-Label-Marktplatz

White Label ist eine Bezeichnung für Produkte und Dienstleistungen, die von einem Hersteller nicht unter der eigenen Marke vertrieben werden, sondern als Marke eines anderen Anbieters. Ein White-Label-Marktplatz ist der einfachste und auch schnellste Weg zum eigenen Online-Marktplatz mit spezieller Ausrichtung. Hier wird eine bestehende Plattform an individuelle Anforderungen angepasst: von der visuellen Gestaltung im eigenen Corporate Design bis hin zur Bereitstellung spezieller Features. Locamo stellt eine bewährte White-Label Lösung für Kommunen zur Verfügung, die einen eigenen lokalen Online-Marktplatz betreiben wollen.

Onlineshop-Software

Ein Shopsystem ist eine Software, mit der Online-Shops betrieben werden und die den Online-Verkauf von Produkten ermöglicht. Anders als bei Marktplätzen mit zahlreichen Händlern wie Locamo.de, Amazon und Co., werden Shopsysteme in der Regel von einem Händler bzw. einem Unternehmen betrieben. Leider sind einige der populäreren e-Commerce Systeme wie z. B. Shopify nicht dafür geeignet, einen professionellen Online-Marktplatz umzusetzen. Die Herausforderung liegt dabei unter anderem in einem gemeinsamen Checkout für unterschiedliche Verkäufer.

Fazit:

Die größten Chancen für Kommunen und stationäre Händler liegen in Plattformbetreibern, die lokales Engagement und große Reichweite miteinander kombinieren. So ist Locamo mit seiner Lösung am Weiterbestehen des lokalen Einzelhandels interessiert und setzt sich für den Erhalt und die Vielfalt der Nahversorgung und der Innenstädte ein.

Der entscheidende Vorteil eines lokalen Online-Marktplatzes von Locamo ist, dass die Produkte sowohl auf den angebundenen lokalen Online-Marktplätzen als auch auf der deutschlandweiten Plattform Locamo.de ausgespielt werden. So können lokaler Fokus und bundesweite Reichweite verbunden werden.

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