„Niedrige Preise, wann und wo Sie wollen“ – so lautet ein Werbespruch der Marke Amazon aus dem Jahr 2020. Die versprochenen niedrigen Preise mal außen vorgelassen, ist dieser Slogan ein Volltreffer. Amazon ist seit seiner Gründung im Jahr 1994 enorm gewachsen und beherrscht den Online-Handel wie kein anderes Unternehmen. Produkte und Händler aus aller Welt ermöglichen 24/7 einen Einkauf von zuhause aus und verleihen der Marke den Status „Allesverkäufer“. Klingt erstmal gar nicht so schlecht, oder? Blickt man allerdings hinter die Kulissen des Milliarden-Unternehmens, fallen einem schnell ein paar Dinge auf. Amazon gerät in vielen verschiedenen Bereichen immer wieder in die Kritik und es kommen vermehrt Skandale in Verbindung mit dem Global Player ans Tageslicht. Zudem hat das Unternehmen mittlerweile eine Monopolstellung, was auch einige Probleme mit sich bringt. Daher die Frage: Ist der Online-Gigant wirklich so toll und gibt es eventuell eine gute Alternative zu Amazon?

1. Der Kampf des Einzelhandels

Das Klagelied eines jeden Einzelhändlers momentan: Wie kann ich mit Online-Giganten wie Amazon nur mithalten? Viele Händler sind gezwungen, sich auf der Website ebenfalls als Händler zu registrieren, um nicht komplett den Anschluss an den Online-Markt zu verlieren. Das Problem laut vieler Nutzer: Auf der Plattform herrscht ein enormer internationaler Konkurrenzkampf. Das billigste Produkt gewinnt, eigene Produkte von Amazon stehen oft im Vordergrund. Dazu kommen hohe Verkaufsgebühren und Kommissionen für Amazon. Zudem ist auf der Seite oftmals nicht klar, nach welchen Kriterien Produkte anzeigt und aufgelistet sind. Ein teures Glücksspiel also für viele Händler.
Die Nutzung einer Alternative zu Amazon oder der vermehrte Einkauf direkt vor Ort könnte dieses Problem des Einzelhandels lösen. Viele Städte haben schon einen eigenen Online-Marktplatz, auf dem die stationären Einzelhändler ihre Waren präsentieren können. Aber auch andere Anbieter ermöglichen einen guten Start in Richtung Stärkung der Region, Umgehung von Monopolisierung, mehr Gerechtigkeit und Vielfalt des Handels. Genau diese Ziele hat sich beispielsweise Locamo auf die Agenda gesetzt: auf der Plattform Locamo.de können sich Einzelhändler und Dienstleister registrieren und ihre Produkte damit aktiv online sichtbar machen und bewerben. Bei einem Einkauf über die Seite kann sich der Kunde dann aussuchen, ob er sich das Produkt lieber nach Hause liefern lässt oder es direkt vor Ort im Geschäft abholt. So wird dem Händler ein leichter Einstieg in das Online-Geschäft ermöglicht, der Kunde kann trotzdem bequem online shoppen und dabei gleichzeitig den Einzelhandel unterstützen.

2. Soziales Gewissen

Schon seit längerem liest man vermehrt Schlagzeilen über miserable Arbeitsbedingungen in Amazon-Lagerhallen. Auch die Gewerkschaft ver.di ruft zur faireren Behandlung von Amazon-Mitarbeitern auf. Der Konzern selbst betont aber immer wieder, dass ihnen das Wohl und die Sicherheit jedes einzelnen Mitarbeiters sehr am Herzen liege.
Um Benachteiligung in jeglicher Form zu umgehen, sollte beim Einkaufen, egal ob stationär oder online, stets darauf geachtet werden, dass die gekauften Produkte fair produziert wurden. Dabei lohnt sich ein Blick auf das Etikett oder die Produktbeschreibung. Woher kommen die Rohstoffe? Wo ist das Ganze angefertigt? Wer hat es schlussendlich verpackt und versendet? Bei Waren aus Billiglohnländern verdienen nämlich diejenigen, die die meiste Arbeit am Produkt haben, oft am wenigsten. Im Sinne der Fairness also lieber auf Waren zurückgreifen, bei denen jeder seinen gerechten Anteil daran verdient hat. Auch wenn diese dann manchmal etwas mehr kosten.

3. Nachhaltigkeitsdilemma

Amazon wirbt immer damit, viel Wert auf Nachhaltigkeit zu legen. Bei einer jährlich durchgeführten Studie von Greenpeace bezüglich der Umweltfreundlichkeit großer Unternehmen landete der Konzern aber auf dem letzten Platz. Bemängelt wird, dass noch zu viel auf veraltete Energien, gefährliche Rohstoffgewinnung und schädliche Chemikalien zurückgegriffen wird. Zudem sei Amazon laut Kritikern nicht transparent genug, was die Energiebeschaffung und das Recycling betrifft. Das Unternehmen produziere Unmengen an Verpackungsmüll und sei verantwortlich für hohe Transport-Emissionen durch den globalen Handel. Amazon selbst sagt dazu aber, sie seien „grundsätzlich weit weniger umweltbelastend, (…) als der herkömmliche Einkauf im stationären Einzelhandel“. Tatsächlich fand eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung Oliver Wyman in Zusammenarbeit mit Forschern der Universität St. Gallen und der Logistics Advisory Experts GmbH nun heraus, dass Einkäufe über Online-Plattformen einen niedrigeren Kohlenstoffdioxid-Ausstoß verschulden, als die über den stationären Handel vor Ort. Diese Nachforschung ist allerdings von Amazon veranlasst.
Wie auch immer: Wer sein Kaufverhalten nachhaltiger gestalten will, sollte unbedingt auf Produkte mit langen Lieferstrecken verzichten und dafür lieber auf regionale Waren zurückgreifen. Beim umweltbewussteren stationären Einkaufen zählt außerdem: Müll vermeiden, am besten mit dem Fahrrad oder zu Fuß zum Einkaufen gehen und darauf achten, Produkte zu kaufen, die nachhaltig produziert wurden. Wer trotzdem auf sein Online-Shopping-Erlebnis nicht verzichten will, für den sind Marktplätze und Online-Shops wie Locamo.de ebenfalls bestens geeignet: Mit einer Alternative zu Amazon regional einkaufen, umweltbewusst shoppen und bequem vom Sofa aus die Wirtschaft vor der Haustür fördern!

4. Das Problem mit der Regionalität

Während Geld vermehrt online ausgeben wird, veröden leider immer mehr Innenstädte und stationäre Läden werden zur Geschäftsaufgabe gezwungen. Durch Global Player wie Amazon wird zwar die Angebots- und Produktvielfalt gesteigert, allerdings müssen Waren aus der Region sich beispielsweise auch gegen den chinesischen Markt und dessen Billigangebote beweisen – und ziehen dabei meistens den Kürzeren. Eine gute Alternative zu Amazon sind auch hier regionale Stadtportale, Marktplätze oder auch Anbieter wie Locamo. Auf Locamo.de sind beispielsweise hunderte registrierte Händler und mehrere Millionen regionale Produkte verzeichnet – Tendenz steigend. Zudem lassen sich über das firmeneigene Unternehmensverzeichnis gezielt Einzelhändler und Dienstleister in ganz Deutschland finden, nach Orten, Kategorien oder Produkten gefiltert. So lässt sich immer der perfekte Ansprechpartner für jedes Anliegen direkt vor Ort finden.

Wir gehen den Schritt für den Einzelhandel, die regionale Wirtschaft, die Fairness und die Umwelt. Gehen Sie mit?