bevh fordert von der Politik Paradigmenwechsel

Verstärkt durch die Pandemie steigen die E-Commerce-Umsätze für Waren und Dienstleistungen noch stärker als prognostiziert. Vor allem die Umsätze der Online-Marktplätze profitieren vom aktuellen Trend. Es wird Zeit für einen Perspektivwechsel.

Durch die Corona-Pandemie ist Online-Shopping noch wichtiger geworden. Alle Branchen konnten weiter zulegen. Auch die, die nicht von den pandemiebedingten Schließungen betroffen waren, wie Apotheken. Und immer mehr ältere Verbraucher kaufen online und wollen das auch weiterhin tun. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie (Januar 2021) des bevh, die das Ausgabeverhalten von 40.000 Privatpersonen 2020 im Online- und Versandhandel untersucht hat.

Umsätze der Online-Marktplätze mit den meisten Zuwächsen

Ein Trend, den auch wir spüren, ist die zunehmende Beliebtheit von Online-Marktplätzen. Noch mehr Verbraucher schätzen die Bündelung von Kunden und Nachfrage. So sind die Umsätze der Online-Marktplätze 2020 um 20 % auf 40,8 Mrd. € gewachsen und machen 49 % des gesamten E-Commerce-Umsatzes aus.

Trend: Immer mehr ältere Verbraucher kaufen online

Auch wenn es kaum Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt (Frauen und Männer kaufen in etwa genauso gerne online), gibt es die bei der Altersstruktur: Bekanntlich kaufen vor allem die Jungen im Internet. Doch das Wachstum bei den über 60jährigen ist bemerkenswert. Betrug der Zuwachs 2019 noch 22,7 %, waren es 2020 bereits 30 %.

Für uns als Betreiber des Online-Marktplatzes Locamo.de bedeutet das: Wir achten gemeinsam mit unseren Händler künftig noch besser darauf, die Bedürfnisse der älteren Verbraucher zu berücksichtigen, indem wir die Prozesse auf Locamo.de weiter verbessern und neue Services umsetzen.

Online-Handel als Status Quo? Es braucht einen neuen Denkansatz

Gero Furchheim vom bevG bringt es auf den Punkt: „Die Corona-Pandemie hat die Entwicklung des Handels hin zum E-Commerce deutlich beschleunigt (…). Diese Entwicklung wird sich nicht mehr umkehren. Die gesellschaftliche und politische Debatte muss deshalb ihre Perspektive gründlich ändern: E-Commerce und seine Prozesse sind künftig die Basis, von der aus Kunden ihren Einkauf beginnen.“

Das heißt, wir müssen unser Denken komplett ändern. Nicht der Einzelhandel hat ein Online-Angebot, sondern der Online-Händler hat zusätzlich stationäre Filialen. Tina Müller, CEO von Douglas, drückt es so aus: „Bislang gilt Douglas vorwiegend als Einzelhändler mit vielen Filialen. Künftig drehen wir das Ganze bewusst um und sagen: Douglas ist ein Online-Händler, der auch ein erfolgreiches stationäres Geschäft hat.“

Auch wir von Locamo sind dieser Meinung, dass ein Umdenken in der Politik zwingend notwendig ist. Nach unserer Auffassung geht es nicht darum, ob der stationäre Händler im Internet mit seinen Waren präsent ist, sondern wann, in welcher Form und mit welchem Erfolg.

So sieht das auch bevh-Präsident Furchheim: „Die Innenstädte und der Einzelhandel brauchen dieses digitale Fundament, um mit ihren stationären Angeboten den Kunden noch Mehrwerte zu bieten. Die Stadtentwicklung muss sich dieser Realität endlich stellen und diejenigen konsequent einbinden, die den neuen Handel gestalten.“

Wir von Locamo haben einen Online-Marktplatz speziell für den stationären Einzelhandel entwickelt. Unser Ziel ist es, dass Einzelhändler mit zusätzlichen Online-Verkäufen ihre Sichtbarkeit überregional erhöhen und ihre Umsätze stabilisieren.

Sie möchten sich weiter über den digitalen Einzelhandel informieren? Dann nehmen Sie mit uns Kontakt auf.