Der Online-Handel wird seinen Umsatz 2017 um rund zehn Prozent auf 48,7 Milliarden Euro steigern. Das entspricht knapp zehn Prozent des Umsatzes im deutschen Einzelhandel, der 2017 nach der Prognose des Handelsverbands Deutschland (HDE) insgesamt 493 Milliarden Euro erzielt.

Der aktuelle Online-Monitor des HDE weist auf: Der deutsche Onlinehandel zeigt auch weiterhin keine Spur von Wachstumsschwäche. Im Gegenteil – Steigerungsmöglichkeiten sind nach oben offen. Insbesondere in größeren Filialbetrieben steigen laut Online-Monitor die Umsätze, während der Fachhandel dem durchschnittlichen Wachstum deutlich hinterherhinkt. Stephan Tromp, stellvertretender Hauptgeschäftsführer beim Handelsverband Deutschland (HDE), macht deutlich: “Fachhändler müssen sich schneller für die digitale Zukunft wappnen und investieren.“ Händlern, die dabei auf das Know-How von Kooperationen oder Verbundgruppen zurückgreifen, räumt Tromp größere Chancen ein. Einzelnen Sortimenten prognostiziert er ein unterschiedliches Tempo in der Online-Entwicklung. So sei beispielsweise der Versand von frischen Lebensmitteln anspruchsvoller als von Drogeriewaren oder Getränken. Die  Bereiche Mode und Elektronik seien im Onlinehandel die am stärksten vertretenen Branchen – mit jeweils rund 25 Prozent Marktanteil. Offline sind beide Branchen mit rund 9 Prozent vertreten.

Dass die Kunden beim Einkaufen weder einseitig auf den stationären Handel noch auf das Internet setzen, macht der Geschäftsführer des IFH Köln, Kai Hudetz, deutlich: „Die Verbraucher verknüpfen zunehmend unterschiedliche Kanäle. Handelsunternehmen sollten deshalb sowohl on- als auch offline präsent sein.“

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